Vermögensverwalter ProShares nutzt Bitcoin für neuen ETF-Typus
Das Wichtigste in Kürze Vermögensverwalter ProShares präsentiert einen neuen ETF-Typus. So will man Investments in klassische Anlagen bieten und gleichzeitig Kursgewinne des Bitcoins mitnehmen. Anträge für jeweils einen S&P500-, NASDAQ100- und einen Gold-ETF landeten bereits bei der SEC. Sie alle sind in Bitcoin denominiert. Weitere Unternehmen beantragen derzeit Krypto-Fonds in Vorbereitung auf das Trump-Kabinett, das am 20. Januar antritt.
Vermögensverwalter ProShares nutzt Bitcoin für neuen ETF-Typus
Der US-amerikanische Vermögensverwalter ProShares nutzt den Bitcoin für einen ganz neuen ETF-Typus. Demnach möchte das Unternehmen künftig ETFs für verschiedene klassische Investmentanlagen bereitstellen, die in Bitcoin denominiert sind.
“ProShares hat ETFs beantragt, die [jeweils] den SP 500, den Nasdaq-100 und Gold abbilden [und in] Gold denominiert sind”, schrieb ETF-Experte Nate Geraci kürzlich über X.
ProShares files for SP 500, Nasdaq-100, gold ETFs denominated in btc…
Basically a long position in underlying stocks or gold then a short usd/long btc position using btc futures.
I’m calling these btc hedged ETFs.
Bitcoin is starting to eat tradfi. pic.twitter.com/6gsThIWvFT
— Nate Geraci (@NateGeraci) December 28, 2024
ProShares will mit diesem Angebot zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn: ETFs, die das Investment in ein klassisches Instrument erlauben und gleichzeitig in Bitcoin denominiert sind, erlauben parallel auch die Mitnahme von Gewinnen der Kryptowährung gegenüber dem US-Dollar.
“Ich bezeichne sie als Bitcoin-besicherte ETFs”, erklärt Geraci seinen Lesern. Vom neuen Konzept zeigt er sich durchaus überzeugt.
“Bitcoin beginnt, TradFi aufzufressen”, so Geraci.
Für die technische Umsetzung setzt ProShares auf den Einsatz von Terminkontrakten. Jeden Monat schafft der Vermögensverwalter eine neue Balance zwischen Long- und Short-Positionen.
Einerseits wettet der ETF so auf das Wachstum der zugrundeliegenden Anlage – etwa den SP 500. Andererseits wettet man auf die Gewinne des Bitcoins gegenüber dem US-Dollar.
“Diese Währungsabsicherung soll die Auswirkungen der Änderungen des Wertes des US-Dollars im Verhältnis zu Bitcoin abmildern”, schreibt ProShares in seinem Antrag.
Darum werden aktuell immer mehr Krypto-ETFs beantragt
ProShares ist nicht der einzige Vermögensverwalter in den USA, der aktuell fleißig Krypto-ETFs beantragt. Auch Bitwise und Strive schickten der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC in den letzten Tagen neue Anträge zu. Auch das Unternehmen REX Advisers stellte einen ähnlichen ETF vor.
Alle drei Vermögensverwalter bieten mit ihren börsengehandelten Fonds Optionen an, um in Unternehmen zu investieren, die ihrerseits Bitcoin anlegen – beispielsweise MicroStrategy oder Riot Platforms.
Dass die Flut der Anträge gerade jetzt kommt, ist allerdings keine Überraschung. Schon im Spätjahr 2024 zeichneten sich immer mehr neue Anträge für Krypto-Fonds ab. Diese Entwicklung hängt mit dem Ausgang der US-Wahlen im November zusammen.
Dabei wurde sowohl eine republikanische Regierung unter Donald Trump ins Amt gewählt als auch ein republikanisch-dominiertes Bundesparlament. Der Republikanischen Partei stehen infolgedessen viele Türen offen, um ihre Politik in den USA durchzusetzen.
Donald Trump kündigt seit Mai 2024 an, die Kryptobranche in seinem Heimatland massiv fördern zu wollen. Dazu gehören vor allem freiheitliche Regularien. Die SEC soll der finanziellen Innovation nicht länger im Weg stehen.
Weil viele Vermögensverwalter eine freizügige Regulierung durch die SEC unter Trump erwarten, kommt es nun ständig zu neuen Einreichungen. Der bisherige, kryptofeindliche SEC-Chef Gary Gensler wird am 20. Januar von seinem Nachfolger Paul Atkins abgelöst.
Atkins hat sich über die letzten Jahre mehrfach in der Krypto-Szene involviert. Er gilt als Krypto-Förderer.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
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