Brasilien verbietet Worldcoin biometrische Datenerfassung gegen Bezahlung
- Worldcoin darf Bürger in Brasilien als Gegenleistung für die Erfassung und Speicherung ihrer biometrischen Daten nicht bezahlen – auch nicht in Kryptowährungen.
- Man befürchtet, dass der Geldanreiz die Autonomie der Entscheidung, dass biometrische Daten bereitgestellt werden, beeinträchtigt.
Brasilien hat eine klare Position gegen die Taktik von „Tools for Humanity“ (TFH), dem Entwickler des Worldcoin-Projekts, bezogen. Die Datenschutzbehörde ANPD hat angeordnet, dass keine finanziellen Entschädigungen, auch nicht in Form von Kryptowährungen, an Personen gezahlt werden dürfen, die per Iris-Scan ihre biometrischen Daten zur Verfügung stellen.
🇧🇷BRAZIL BLOCKS SAM ALTMAN’S CRYPTO-FOR-IRIS SCHEME
Brazil’s data watchdog just slammed the brakes on Worldcoin, banning it from paying citizens in crypto for their biometric data.
Officials argued that financial incentives could pressure vulnerable people into giving up… pic.twitter.com/ljoVGhirgf
— Mario Nawfal (@MarioNawfal) January 27, 2025
Worldcoin steht vor neuen Problemen wegen seiner Erfasung biometrischer Daten
Der ANPD argumentiert, dass die Anreize die Entscheidungen der Menschen beeinflussen können und somit ihre Autonomie bei der Entscheidung, ob sie biometrische Daten bereitstellen oder nicht, beeinträchtigen. Die Unternehmen müssten außerdem offener sein, indem sie auf ihren Websites ausdrücklich angeben, welche Personen die personenbezogenen Daten verwalten.
Das Worldcoin-Projekt, das mit der TFH begann, verwendet Iris-Scans zur Personen-Identifikation, um ein weltweites Datenbanksystem zu schaffen, auf dessen Grundlage, die Kunden digitale IDs und Kryptowährungen erhalten können. Das Projekt ist auch in anderen Ländern, darunter Spanien und Portugal, wegen seiner Methoden zur Erfassung biometrischer Daten umstritten.
Die TFH hat in Brasilien erklärt, dass sie sich an die einschlägigen Gesetze und Richtlinien hält. Das Verhalten der ANPD wirft jedoch weitere Fragen über mögliche Verletzungen der Privatsphäre und die mögliche Nutzung persönlicher Daten auf.
Je mehr das Unternehmen die weltweite Einführung anstrebt, desto besorgter scheinen die Behörden darüber zu werden, wie sich die Technologie auf die Persönlichkeitsrechte auswirken.
Wie CNF berichtete, wurde Worldcoin aufgrund von Datenschutzbedenken auch von der Europäischen Union kritisiert. Nach Verstößen gegen die Datenschutzrichtlinien wurde das Unternehmen seinerzeit aufgefordert, die Iris-Scan-Daten bis zum 19. Januar 2025 zu löschen. Gleichzeitig wird Worldcoin von der bayerischen Aufsichtsbehörde und den spanischen Aufsichtsbehörden dazu verpflichtet, zu garantieren, dass sein Iris-Scan-Projekt „Orb“ vollständig mit der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung konform ist.
Aktuell liegt der Kurs von WLD bei etwa 1,84 $, was einen Rückgang von 12,94 $ in den letzten 24 Stunden bedeutet. Das zeigt, dass die oben genannten Probleme negative Stimmung für den WLD-Token bringen.
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