TMTG: Firma von Trump bringt Bitcoin- und Krypto-ETFs
Trump Media Technology Group (TMTG), die Aktiengesellschaft von US-Präsident Donald Trump hat vor, Bitcoin - und Krypto-ETFs an den Start zu bringen. Dafür ist das Unternehmen eine unverbindliche Partnerschaft mit dem Unternehmen Crypto.com eingegangen, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung .
Trump Media Technology Group ist eine circa 4,5 Milliarden US-Dollar schwere Aktiengesellschaft, die mehrheitlich Donald Trump gehört. Im Februar 2021 wurde das Unternehmen von Trump und zwei Geschäftspartnern gegründet. TMTG gehört unter anderem die Twitter- beziehungsweise 𝕏-Alternative Truth Social.
Dass Truth.Fi, die neu gegründete FinTech-Sparte von TMTG, börsengehandelte Fonds für Bitcoin und Co. anbieten möchte, ist schon seit Anfang Februar bekannt. Damals hatte TMTG verkündet , Markennamen für Anlageprodukte – unter anderem einen „Bitcoin Plus“- ETF – eingetragen zu haben.
Die geplanten ETFs
Mit der neuen Pressemitteilung gibt es jetzt weitere Einzelheiten zu den geplanten börsengehandelten Fonds. So soll es Krypto-ETFs geben, die mehrere Krypto-Assets beinhalten. Namentlich genannt werden hierbei nur Bitcoin und Cronos, die Kryptowährung von Crypto.com.
Crypto.com wird die Backend-Technologie unterstützen, die Verwahrung übernehmen und die Kryptowährungen für die ETFs bereitstellen, die voraussichtlich einen einzigartigen ETF-Korb aus Kryptowährungen umfassen werden, der Bitcoin, Cronos und andere Kryptowährungen enthält.
Aus der Pressemitteilung
Wie genau sich die Bitcoin- beziehungsweise Krypto-ETFs zusammensetzen werden, ist bislang nicht bekannt. Da Truth.Fi wohl nicht mit BlackRock und Co. in den Konkurrenzkampf treten wird, ist davon auszugehen, dass der oder die Fonds sich durch die Mischung mehrerer Coins abheben sollen.
„Nach der Markteinführung werden diese ETFs auf der Crypto.com-App für unsere mehr als 140 Millionen Nutzer auf der ganzen Welt verfügbar sein“, erklärt Kris Marszalek, der CEO von Crypto.com, in der Pressemitteilung.
Wie bereits seit Anfang Februar bekannt ist, plant Truth.Fi, neben Krypto-ETFs auch börsengehandelte Fonds anzubieten, die „Made in America“-Wertpapiere aus verschiedenen Sektoren – etwa der Energiebranche – abbilden.
Der TMTG-CEO Devin Nunes betont in der Pressemitteilung, dass es darum gehe, innovative Fonds zu schaffen, die unbelastet von „wokem Nonsens und politischem Getue“ sind. Noch in diesem Jahr sollen die Anlageprodukte ihren Handelsstart feiern.
Trump und der Krypto-Markt
Die Krypto-freundliche Haltung von Donald Trump schlägt Wellen. Erst vor wenigen Wochen hat er ein Dekret zur Schaffung einer strategischen Bitcoin-Reserve unterzeichnet – Blocktrainer.de berichtete . Doch dass der 47te Präsident der Vereinigten Staaten nebenher auch mit seinen Unternehmungen von dem Erfolg der Anlageklasse profitieren möchte, sorgt für Kritik.
So hat sich beispielsweise ein hochrangiger demokratischer US-Politiker mit einem Schreiben an Finanzminister Scott Bessent gewandt, indem er ihn auffordert, die Bitcoin-Reserve einzustampfen. Dabei verwies er unter anderem auf den Memecoin $TRUMP, um Interessenkonflikte darzulegen – Blocktrainer.de berichtete .
Den Trump-Coin lancierte der 78-Jährige unmittelbar vor seiner Amtseinführung. Kurz darauf folgte der Memecoin seiner Frau Melania. Erst am vergangenen Wochenende setzte Trump noch einen Post auf Truth Social ab, indem er seinen Coin bewarb.
ICH LIEBE $TRUMP - SO COOL!!! Der Großartigste von allen!!!!!!!!!!!!!!!!
Donald Trump auf Truth Social
Neben $TRUMP und den Bemühungen von TMTG, in den Krypto-Markt einzusteigen, ist Trump mit seiner Familie auch noch in das kritikwürdige Krypto-Projekt „World Liberty Financial“ involviert. Dieses hat ebenfalls einen eigenen Token auf den Markt gebracht und damit hunderte Millionen US-Dollar eingenommen.
Trumps Interesse an Bitcoin und Co. ist unter dem Strich zwar ein Gewinn für die Krypto-Community. Denn unter seiner Führung hat der Sektor freie Bahn, sich zu entfalten, während seine Politik Bitcoin sogar als Reserve-Asset in den Mittelpunkt rückt. Dennoch bietet er mit seinen unternehmerischen Machenschaften genügend Futter für diejenigen, die Bitcoin in ein schlechtes Licht rücken wollen.
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