Cavendish-Vorsitzender: Auf Kryptowährungen sollte eine Stempelsteuer erhoben werden, um Aktieninvestitionen zu fördern

- Lisa Gordon, Vorsitzende von Cavendish, sagte, es „sollte uns erschrecken“, dass über die Hälfte der über 45-Jährigen Kryptowährungen und keine Aktien besitzen.
- Gordon beschreibt den Besitz von Kryptowährungen als „unproduktives Gut“
- Laut einem EY-Bericht wurden nur 18 Unternehmen an der Londoner Börse notiert
Großbritannien sollte eine Stempelsteuer auf Kryptowährungen erheben, um britische Investoren zum Aktienkauf zu ermutigen und so die Wirtschaft anzukurbeln. Das meint List Gordon, Vorsitzende der Investmentbank Cavendish.
Gegenüber der Times sagte sie:
„Es sollte uns alle erschrecken, dass über die Hälfte der über 45-Jährigen Kryptowährungen und keine Aktien besitzt“, und fügte hinzu: „Ich fände es gut, wenn die Stempelsteuer auf Aktien gesenkt und auf Kryptowährungen angewendet würde.“
Gordon ist der Ansicht, Anleger sollten in Aktien investieren. Ihrer Meinung nach würde dies mehr Unternehmen ermutigen, sich an der Londoner Börse (LSE) notieren zu lassen und so die britische Wirtschaft anzukurbeln.
Dies steht im Gegensatz zum Kryptomarkt, den Gordon als „unproduktives Gut“ bezeichnete. „Er wirkt sich nicht positiv auf die Wirtschaft aus. Aktien bieten Wachstumskapital für Unternehmen, die Menschen beschäftigen, Innovationen vorantreiben und Körperschaftssteuer zahlen. Das ist ein Gesellschaftsvertrag. Wir sollten uns nicht scheuen, uns dafür einzusetzen.“
Derzeit erhebt Großbritannien auf an der LSE notierte Aktien eine Stempelsteuer von 0,5 %, was dem Fiskus jedes Jahr 3 Milliarden Pfund (ca. 3,9 Milliarden US-Dollar) einbringt.
Kryptobesitz in Großbritannien
Eine Studie der britischen Finanzaufsichtsbehörde FCA aus dem Jahr 2024 ergab, dass 12 % bzw. sieben Millionen Erwachsene in Großbritannien mittlerweile Kryptoanlagen besitzen.
Immer mehr erwägen demnach Kryptoanlagen als Teil eines „breiteren Anlageportfolios“. Bezeichnenderweise kauften 2024 26 % der britischen Erwachsenen Kryptoanlagen über langfristige Ersparnisse, ein Anstieg gegenüber 19 % im Jahr 2022.
Gordon, Mitglied der Capital Markets Industry Taskforce, die sich für die Stärkung des Marktes einsetzt, hält es für wichtig, dass die Öffentlichkeit versteht, „warum die Kapitalmärkte so grundlegend für finanzielles Wohlergehen, sozialen Zusammenhalt und Wirtschaftswachstum sind“.
Solche Ansichten kommen zu einem Zeitpunkt, an dem lediglich 18 Unternehmen an der LSE notiert waren und 2024 88 Unternehmen die Börse verließen.
Im Jahr 2025 gab es bisher lediglich vier Notierungen. Laut Gordon hat die britische Öffentlichkeit ihre Meinung vom Investieren zum Sparen geändert, was „keine Finanzierung für einen tragfähigen Ruhestand“ ausmacht.
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