Solo-Miner findet Bitcoin-Block mit eigenem Mining-Pool
Am Morgen des 23. März 2025 wurde im Bitcoin -Netzwerk ein bemerkenswerter Block gefunden: Block 888.989. Er ist deshalb besonders, weil er nicht von einem bekannten Mining -Pool wie Antpool oder Foundry oder dem bei Solo-Minern beliebten CKPool gefunden wurde, sondern von einem unbekannten Miner , der offenbar seinen eigenen Mining-Pool betreibt.
Fast wie in der Anfangszeit
In den ersten Jahren nach dem Netzwerkstart hat jeder Miner – wie unter anderem auch der Bitcoin-Schöpfer Satoshi Nakamoto – auf dem eigenen Computer die Bitcoin-Software installiert, eine eigene Bitcoin- Node betrieben und mit dem integrierten CPU-Miner BTC geschürft. Jeder Teilnehmer war gleichzeitig Full Node, Wallet und Miner zusammen und damit im Grunde „sein eigener Mining-Pool“.
Mit verbesserter Technik (GPU-Miner bis ASIC -Miner) und steigender Nutzerzahl wurde es für einzelne Teilnehmer immer unwahrscheinlicher, Blöcke zu finden. Es entstanden öffentliche Mining-Pools wie der Slush Pool (2010), in denen die Rechenleistung mehrerer Teilnehmer gebündelt und die Bitcoin im Fall eines gefundenen Blocks entsprechend der eingebrachten Leistung aufgeteilt wurden. Dadurch erhielten die Teilnehmer regelmäßige, kleinere Auszahlungen. Sie gaben jedoch auch die Kontrolle über den Blockbildungsprozess ab, das heißt, die Pool-Betreiber entschieden, welche Transaktionen in die Blöcke aufgenommen werden.
Mit neuen Tools und Protokollen, wie Stratum V2 , DATUM oder dem Open-Source-Projekt Public Pool , erhalten Miner heute wieder mehr Kontrolle über den Blockbildungsprozess – so offenbar auch beim Block 888.989.
Block 888.989 – „Public Pool on Umbrel“
Der Block beinhaltet die Bezeichnung „Public Pool on Umbrel“ – ein Indiz dafür, dass der Miner einen selbst gehosteten Mining-Pool über eine Umbrel-Node betrieben hat. Der Miner hat nicht nur das eigene Block-Template erstellt, sondern auch die gesamte Block-Belohnung in Höhe von 3,15188086 BTC erhalten – ohne Gebühren an Dritte abgeben zu müssen. Laut bitaps.com lag der gültige Hash beziehungsweise der „Share“ weit unter dem Schwellenwert der Netzwerkschwierigkeit ( Difficulty ). Der Miner fand einen Share von 436,46T, während die Schwierigkeit „nur“ bei 112T lag – also fast viermal mehr als notwendig.
Nächster BitAxe-Block gefunden?
Der Block 888.989 der Bitcoin- Blockchain führte zu einigen Spekulationen und Diskussionen innerhalb der Home-Mining-Community – insbesondere zur verwendeten Hardware. Blocktrainer.de berichtete , dass erst vor 15 Tagen der zweite Block von einem BitAxe ultra geschürft wurde – einem Open-Source-Solo-Mini-Bitcoin-Miner mit circa 500 Gigahash pro Sekunde (GH/s), der im Vergleich zu den riesigen Mining-Farmen und industriellen Miner-Modellen eigentlich keine realistische Chance hat, einen Block zu finden. Aus diesem Grund waren viele Beobachter daran interessiert, zu erfahren, welche Hardware für den neuesten Solo-Mining -Block genutzt wurde.
Skot , der Initiator des Bitaxe-Projektes, betonte auf der Plattform 𝕏, dass die genauen Zahlen nur der Umbrel-Node-Betreiber liefern könne und der Rest nur Spekulation sei.
Das Coole am Mining auf der eigenen Node ist, dass niemand außer du selbst weiß, welche(n) Miner du hast oder wie hoch deine Hashrate ist!
Es macht aber Spaß, zu spekulieren.
Skot auf 𝕏
One of the cool things about mining to your own node is nobody but you knows what miner(s) you have, or what your hashrate is!
— skot (@skot9000) March 23, 2025
It’s fun to speculate though. https://t.co/QljY978BUz
Einige Beobachter verglichen die bisherigen Aktivitäten der Wallet- Adresse des Miners, bc1qx2g6p9etqu0dtt4xm9nzdusql6vv55jgp9qazc, auf dem CKPool. Folglich verbreiteten sich die ersten Meldungen , dass wieder ein Home-Miner mit einer Leistung von weniger als 1 Terahash pro Sekunde (TH/s) – das heißt zum Beispiel ein Bitaxe-Miner – für den Block-Fund verantwortlich war.
Etwas mehr als zwei Wochen vor dem gefundenen Block auf dem eigenen Pool war der Miner auf dem CKPool aktiv. Die verfügbaren Hashrate-Daten sollen laut den Interpretationen einiger Beobachter auf einen Bitaxe-ähnlichen Miner hinweisen.
Doch auch nach dem Block-Fund war der Miner erneut kurz auf dem CKPool aktiv.
Dabei hat er gestern sogar kurzzeitig Spitzen von 6,5 TH/s erreicht, was zunächst auf mehrere Mini-Miner oder einen heruntergeregelten Antminer S9 hindeutete.
Schließlich hat sich der Miner selbst zu Wort gemeldet und die entscheidenden Informationen geliefert.
Canaan Avalon A1246 90 TH/s
In einer E-Mail an den Mining-Enthusiasten RedPandaMining hat der glückliche Miner klargestellt, dass der Block von einem Canaan Avalon A1246 mit 90 TH/s gefunden wurde. Laut den Angaben des Miners wurde der Canaan-ASIC im Februar 2024 in Betrieb genommen und war zunächst mit dem CKPool verbunden. Vor circa drei bis vier Monaten hat der Miner damit begonnen, auf einem alten GPU-Rig mit 16 GB Speicher eine eigene Umbrel-Node mit der Public-Pool-App zu betreiben.
Nach einem Stromausfall konnte die Node des Miners nicht schnell genug wieder synchronisieren, sodass sich der ASIC währenddessen automatisch mit dem eingetragenen alternativen Mining-Pool – in diesem Fall dem Solo-Mining-Pool CKPool – verbunden hat und dort für rund zwei Stunden arbeitete, bevor er wieder auf seinen eigenen Pool umstieg. Dies erklärt, warum die Wallet-Adresse in der Statistik des CKPools kurzzeitig auftauchte und entsprechend Spekulationen auslöste.
Somit ist Block 888.989 nicht der dritte Bitaxe-Block, jedoch trotzdem ein Glücksfall der besonderen Sorte. Denn selbst mit einer Hashrate zwischen 90 und 100 TH/s ist die Wahrscheinlichkeit einen Block zu finden, extrem gering.
Lohnt sich Solo-Mining wieder?
Obwohl die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, nimmt die Anzahl der durch Solo-Miner gefundenen Blöcke stetig zu. Mit moderner Hardware und Protokollen wie Stratum erhalten die Miner zudem wieder mehr Kontrolle über den Blockbildungsprozess. Trotzdem bleibt es ein kleines Wunder, dass nun auch ein Node-Betreiber mit eigenem Mining-Pool einen Block-Fund verzeichnen konnte.
Dies erinnert daran, dass Bitcoin nach wie vor offen, dezentral und experimentierfreudig ist und dass auch heute noch eine einzelne Person mit einem einzigen Gerät und etwas Glück einen Bitcoin-Block finden kann.
NerdAxe
- Plug-and-Play Miner für zu Hause
- Stromverbrauch von nur 14 Watt
- ASIC Chip BM1366 mit 500 GH/s Hashrate
- Mit sehr viel Glück möglich einen Block zu finden!
- Kann auch günstiger selbst zusammengebaut werden
- Spare 5 % mit Code „BLOCKTRAINER“
Kommentare aus unserem Forum
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Handelskrieg hat nur Verlierer – Wird Bitcoin der lachende Dritte?
Ethereum Pectra-Upgrade: Start auf 7. Mai 2025 verschoben, neue Features bestätigt
Zusammenfassung des Artikels Das Pectra-Upgrade, das am 7. Mai 2025 live gehen soll, bringt technische Verbesserungen wie die Nutzung von ERC20-Token für Gebühren und eine schnellere Validator-Aktivierung; trotz Verzögerung bleibt Ethereum ein zentraler Akteur im Kryptomarkt mit langfristigem Potenzial.

PayPal integriert Solana und Chainlink, während Solana-ETFs Fortschritte machen
Zusammenfassung des Artikels PayPal integriert Solana und Chainlink in sein Krypto-Angebot, während ETF-Anträge von Fidelity und Grayscale Fortschritte machen; dennoch belasten Verkäufe durch Großinvestoren den Solana-Kurs.

Meme-Coins 2025: Chancen, Risiken und aktuelle Entwicklungen im Überblick
Zusammenfassung des Artikels Meme-Coins wie DOGE und SHIB bieten Chancen, bleiben jedoch spekulativ; technologische Fortschritte bei BlockDAG und Kaspa könnten nachhaltigere Alternativen darstellen.

Im Trend
MehrKrypto Preise
Mehr








