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Frankreich: Digitalministerin erwägt Bitcoin-Mining mit überschüssiger Kernenergie

Frankreich: Digitalministerin erwägt Bitcoin-Mining mit überschüssiger Kernenergie

BlocktrainerBlocktrainer2025/04/01 00:22
Von:Blocktrainer

Die französische Digitalministerin Clara Chappaz zeigte sich bei einem Besuch beim Hardware- Wallet -Hersteller Ledger in Paris offen für neue Ansätze im Bereich Bitcoin , Blockchain und Digitaler Euro. Im Fokus stand dabei die Idee, Stromüberschüsse des staatlichen Energieversorgers EDF (Électricité de France) für das Bitcoin- Mining zu nutzen.

Bitcoin-Mining mit Atomkraft

Bitcoin-Mining-Anlagen sind flexible Stromabnehmer, die sich schnell an den verfügbaren Strom anpassen und den Überschuss verwerten können, anstatt ihn ungenutzt zu lassen. Durch die Monetarisierung der Überschussenergie können sie auch Stromnetze stabilisieren und Kraftwerke rentabler machen – Blocktrainer.de berichtete . Aus diesen Gründen sind sie vor allem eine ideale Ergänzung zu erneuerbaren Energiequellen, wie Wind- und Solarkraft, die aufgrund ihres intermittierenden Charakters häufig Stromüberschüsse erzeugen.

Doch auch die ebenfalls als nachhaltig geltenden Kernkraftwerke produzieren vor allem nachts oft Energieüberschüsse, die nicht effizient genutzt werden und Kosten für die Netzregulierung verursachen. Somit kann Bitcoin-Mining auch die Nutzung von Atomkraftwerken optimieren. Dies wurde durch eine Studie belegt und wird bereits von Unternehmen wie Talen Energy und TeraWulf umgesetzt. Das deutsche Unternehmen terahash ist ein Vorreiter für solche industriellen Lösungen in Europa.

Gleichzeitig kann die Integration von Mining-Anlagen in Atomkraftwerken auch den Anteil der nicht-fossilen Energiequellen im Energiemix von Bitcoin erhöhen und somit die Nachhaltigkeit des Netzwerks steigern.

Ein parteiübergreifendes Umdenken

Bislang hat die französische Regierung einen vorsichtigen Ansatz gegenüber Kryptowährungen verfolgt und sich nicht zu innovativen Energiekonzepten rund um Bitcoin geäußert. Die wachsende internationale Anerkennung von Bitcoin als strategisches Asset könnte nun jedoch zu einem Umdenken führen.

Am 11. März 2025 präsentierte Marine Le Pen, Vorsitzende des Rassemblement National, während eines Besuchs des Kernkraftwerks Flamanville ihren Vorschlag, überschüssige Energie aus französischen Atomkraftwerken für das Bitcoin-Mining zu nutzen. Dadurch könnte das Energieunternehmen EDF die Nutzung der französischen Atomkraftwerke optimieren und eine strategische Reserve bilden, die dabei helfen könnte, die Wartung und Renovierung der Reaktoren zu finanzieren, erklärte Le Pen.

Daher ist dieser Ansatz ein sinnvoller Vorschlag, der zunehmend auch in anderen politischen Spektren Anklang findet. Neben den eher rechts einzuordnenden Bewegungen interessieren sich in Frankreich Berichten zufolge zunehmend auch verschiedene linke Strömungen für Bitcoin – was zum Beispiel durch das Treffen des ehemaligen Präsidenten François Hollande mit französischen Vertretern der Bitcoin-Branche und die Gründung des National Bitcoin Institute (INBi) verdeutlicht wird.

Auch die französische Digitalministerin bestätigt die Ausweitung der Dynamik rund um die mögliche Einbindung von Bitcoin in Energie- und Finanzpolitik.

Die Nutzung überschüssiger Energie zum Mining von Bitcoin ist ein gutes Beispiel für eine Debatte, die von einem extremen Rand des politischen Spektrums gekapert wurde, obwohl es sich um ein reales Thema handelt.
Clara Chappaz bei Ledger in Paris

Chancen für Frankreich

Um zu verhindern, dass Bitcoin in der französischen Politik nur als populistisches Wahlkampfthema herhält, arbeitet das INBi daran, bei Vertretern aller politischen Lager ein vertieftes Verständnis zu schaffen – insbesondere, was die Abgrenzung zu anderen Kryptowährungen betrifft.

In Bezug auf die Vorteile der Nutzung überschüssiger Kernenergie erklärt Alexandre Stachtchenko, der Vorsitzende des INBi:

Dies würde die Schulden von EDF reduzieren, das Stromnetz stabilisieren und eine Bitcoin-Reserve aufbauen, ohne auf öffentliche Gelder zurückzugreifen. Wir könnten auch eine Mining-Industrie in Frankreich wiederbeleben. Indem wir unsere unzureichend genutzte Energiekapazität nutzen, hauptsächlich dank der Kernkraft, könnten wir eine wirtschaftliche Dynamik rund um das Mining schaffen und gleichzeitig unsere Energiesouveränität stärken.
Alexandre Stachtchenko im Interview

Es bleibt abzuwarten, ob dieser Ansatz in den staatlichen Institutionen und im Energiesektor auf Zustimmung stößt. Eine derart tiefgreifende Entscheidung liegt nicht im alleinigen Zuständigkeitsbereich der Digitalministerin, sondern müsste zunächst von mehreren Ministerien sorgfältig geprüft werden.

Die tatsächliche Integration von Bitcoin in die französische Energiestrategie könnte letztlich einen Wendepunkt im Verhältnis zwischen dem Staat und Bitcoin markieren – und dem Land neue Perspektiven in der Energiepolitik und einer digital geprägten Wirtschaft eröffnen.

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