Bitcoin (BTC) Kurs: Macht ein Verkauf noch Sinn?
Der Bitcoin-Kurs tendiert in den letzten 24 Stunden um rund 1 % leichter. Die Kursverluste summieren sich in 2025 mittlerweile auf rund 10 %. Dennoch wertet BTC weiter gegen Altcoins auf.
Nichtsdestotrotz dürften sich Anleger, die ihre Bitcoin-Bestände natürlich in den Fiat-Handelspaaren – sprich US-Dollar oder Euro messen -, nicht zufrieden zeigen. Denn das eigentlich so bullisch prognostizierte Jahr 2025 bringt eine Enttäuschung nach der Nächsten. Nun belastet auch ein drohender, globaler Handelskrieg die Märkte. Sollten Anleger womöglich noch schnell ihre Bitcoins verkaufen?
Zölle schocken Finanzmarkt: Kommt die Bodenbildung?
Die Ankündigung neuer US-Zölle durch Präsident Donald Trump hat weltweit die Finanzmärkte in Aufruhr versetzt. Ab dem 5. April 2025 sollen pauschale Importabgaben von zehn Prozent auf Waren aus 185 Staaten greifen. Ergänzend dazu sind länderspezifische Strafzölle geplant – etwa 34 Prozent auf chinesische Produkte und 20 Prozent auf Waren aus der EU. Trumps Ziel ist ein aus seiner Sicht faireres Handelssystem: Die USA sollen künftig nur noch halb so hohe Zölle erheben wie andere Länder auf US-Exporte, auch wenn die Berechnungsgrundlagen durchaus für Kritik sorgen. Die mitunter abstrus hoch wirkenden Zölle belasten den Markt, wirklich Sicherheit gibt es auch an Tag 1 nach der Rede im Rosengarten des Weißen Hauses nicht.
📈 Trump's U.S. Reciprocal Tariff Rates for Major Exporters (April 2, 2025) #USA #Trump #trade #exports #imports #goods #TradeWar #tariffs pic.twitter.com/KI8ShgqNIW
— Econovis (@econovisuals) April 2, 2025
Die Märkte reagierten mit Nervosität. Trotz geplanter Steuersenkungen in den USA bleibt das Vertrauen in die neue Wirtschaftspolitik brüchig. Analysten erwarten erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen – nicht zuletzt durch die anhaltende Unsicherheit.
Der Krypto-Experte Michael van de Poppe sieht in der aktuellen Panik jedoch einen möglichen Wendepunkt. Die starke Volatilität könnte für ihn ein Zeichen der Bodenbildung sein, nicht des weiteren Verfalls. Die Märkte dürften sich mittelfristig beruhigen, sofern keine neuen Schocks folgen. Das Schlimmste scheint (vorerst) eingepreist, obgleich es zuletzt immer wieder Überraschungen gab.
That’s the volatility and the ultimate panic response.
— Michaël van de Poppe (@CryptoMichNL) April 2, 2025
The worst of news and panic should be in as this event was the peak.
No stress.
Der Krypto-Experte James Lavish äußert sich nun kritisch gegenüber Anlegern, die ihre Bitcoin-Bestände aufgrund der neuen US-Zollpolitik veräußern wollen. Für ihn zeigt ein solches Verhalten ein grundlegendes Missverständnis über den wahren Wert von Bitcoin. Aus seiner Sicht ist Bitcoin nicht von kurzfristigen politischen Maßnahmen abhängig, sondern ein langfristiges, inflationsresistentes Asset mit eigenständiger Logik. Wer in Panik gerät und aufgrund von Handelskonflikten verkauft, habe laut Lavish nicht verstanden, dass Bitcoin gerade als Alternative zu traditionellen, staatlich beeinflussten Systemen entstanden ist.
Good evening.
— James Lavish (@jameslavish) April 3, 2025
If you are selling Bitcoin because of ‘tariffs’, then you have no idea what you own.
Have a great night.
Erst US-Zölle, dann Liquiditätsflut für Bitcoin & Co.?
Arthur Hayes sieht in Trumps Zollpolitik ein Signal für tiefgreifende wirtschaftliche Verschiebungen in der Weltökonomie. Durch sinkende US-Exporte fehlen derweil ausländischen Investoren die Dollarreserven, um weiterhin US-Staatsanleihen zu kaufen. Damit entsteht ein Finanzierungsproblem für den Staat.
Hayes erwartet daher, dass die US-Notenbank und das Bankensystem einspringen müssen, um den Anleihemarkt stabil zu halten – mit neuen Liquiditätsspritzen. Dies bedeutet: Die Fed wird gezwungen sein, wieder Geld zu drucken. Für Bitcoin ist das laut Hayes ein bullisches Signal, da zusätzliche Geldschöpfung den Wert klassischer Währungen schwächt und die Attraktivität knapper digitaler Vermögenswerte wie Bitcoin erhöht. Wenn Liquidität und Geldmenge steigen, folgt Bitcoin mit nur leichter Verzögerung.
Trump’s tariff formula is further evidence he is laser focused on reversing these imbalances. The problem for treasuries is that without $ exports foreigners can’t buy bonds. The Fed and banking system must step up to ensure a well functioning treasury mrkt, which means Brrrr. pic.twitter.com/doGPAaRfAl
— Arthur Hayes (@CryptoHayes) April 3, 2025
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